Krokodile: Vier Krokodile killen ein Zebra im reißenden Mara Fluss. Ein Bericht mit Fotos von Ingo Gerlach. 

Im August letzten Jahres waren unglaubliche Mengen an Zebras in den Weiten der Masai Mara in Kenia unterwegs. Zebras, Zebras und noch mal Zebras. Es war einfach unglaublich wie viele der gestreiften Tiere durch die Savanne zogen. Normalerweise sind in diesen Tagen die Gnus in dramatisch großer Anzahl unterwegs. Nur diesmal waren die Gnus noch nicht da, dafür um so mehr Zebras. Der deutsche Wildlife-Fotograf Ingo Gerlach machte sich dies bei seinem Aufenthalt in der Mara zu Nutze und konzentrierte sich konsequenterweise dann auch auf diese Spezies. Ein besonderes Augenmerk legte Gerlach dabei auf Actionaufnahmen die in aller Regel nur bei einem sog. Crossing, also einer Durchquerung des Mara Rivers, entstehen. Ein solcher Moment war für Gerlach an einem Nachmittag gekommen. Wie immer fuhr er mit seinem Geländewagen das Flussufer ab. An einer bekannten Furt sah er eine kleine Ansammlung von Zebras. In der Ferne wartete eine größere Herde. Dies versprach möglicherweise gute Fotos. Also, Auto abstellen, Kamera schussbereit machen und warten. Nach rund zwei Stunden Wartezeit setzen die mittlerweile in großer Zahl angekommenen Zebras zur Flussdurchquerung an. Dieses Treiben haben natürlich auch die zahlreich im Fluss versammelten Krokodile genutzt. Geschätzt dreißig Krokodile hielten sich im Fluss auf. Die Zebras schien diese Ansammlung ihrer Todfeinde wenig zu schrecken. Sie setzten erst zögerlich, dann immer schneller zur  Durchquerung an. Im schnellen Galopp preschten sie durch das Wasser. Ersten Attacken vereinzelter Krokodile konnten die schnellen Zebras schon mal ausweichen. Bis das erste Zebra von einem Krokodil geschnappt wurde. Dieses riss eine riesige Fleischwunde in das Hinterteil des Zebras. Sofort kamen weitere Krokodile dazu um sich ihren Anteil zu holen. Allerdings wehrte sich das Zebra verbissen und kämpfte mit dem Gleichmut eines zum Tode geweihten Tieres um sein Leben. Vergeblich. Die Übermacht der Crocs war zu dominant. Mit abgerissenen Zebrateilen verschwand ein Krokodil nach dem anderen. Teilweise stritten sich die wie aus dem Jurassic-Park entwichenen Tiere um jeden Hautfetzen des Zebras. Ein Croc verspeiste sogar ein komplettes Hinterbein samt Huf. Diese Bilder mögen für europäische Verhältnisse eher abschreckend sein, denn das Beute machen der Krokodile ist schon ein sehr blutiges Unterfangen. Aber so ist nun mal die Natur.

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